Wilde Wasser
Ute Book • 18. Juli 2023
Mein erster Urlaub - Tag 3

Allmählich glaube ich, dass wir für immer in diesem großen Haus, die Menschen nennen es Hotel, wohnen. Warum bloß? Ich mochte unseren Garten mit dem weichen Gras und den vielen Versteckmöglichkeiten hinter den Hecken so gern! Und außerdem ist meine beste Freundin, die Blissy, nicht dabei. Sie ist die einzige, die wirklich immer Lust hat, mit mir zu toben. Wenn ich morgens um 6 aufwache und spielen möchte, werde ich jetzt immer nur angemeckert, dass ich ruhig sein und schlafen soll…
Na ja, jetzt geht es erstmal wieder los zu neuen Abenteuern. Wir steigen alle ins Auto, wohin es heute wohl geht?
Am Parkplatz höre ich es schon rauschen: was für gewaltige Mengen an Wasser rauschen da neben unserem Weg entlang – da will ich auf gar keinen Fall reinfallen, wo ich doch nasse Pfötchen überhaupt nicht gerne mag! Gut, dass ich mit so einer Leine fest mit meinen Menschen verbunden bin, die werden schon wissen, was sie tun…
Wir laufen und laufen, der Weg ist eigentlich sehr spannend: schmal, gewunden, immer schön im Schatten und überall gibt es Stöckchen und Zapfen zum Tragen für mich. Wenn nur dieses bedrohliche Wasser nicht immer neben uns wäre. An manchen Stellen ist es aber auch ganz lieb, hier dürfen wir Hunde sogar vorsichtig hinein. Es ist herrlich kalt, schmeckt prima und irgendwie weiß ich gar nicht mehr, warum ich ein Problem mit nassen Pfoten hatte.
Zwischendurch muss ich wohl auf dem Arm meiner Menschen eingeschlafen sein, denn nun stehen wir plötzlich vor einer riesigen Maschine, in die wir anscheinend einsteigen wollen. Mir ist mittlerweile alles egal, wird schon schiefgehen. Es geht schon los. Ich habe ein etwas komisches Gefühl im Bauch und dann fliegen wir schon durch die Luft. Wahnsinn, was meine Menschen alles können!
Wir sind nicht lange in diesem Ding, die Menschen nennen es Gondel, dann steigen wir schon wieder aus und ich kann die Welt von oben sehen. Mann, sind wir hoch oben! Ich denke gerade darüber nach, warum wir nicht eigentlich immer so entspannt die Berge hochfahren, da sehe ich etwas sehr erstaunliches: große weiße Tiere, die mich anstarren. Ich starre mal zurück, denn ein Sheltie kennt seinen Job. Ich habe gar keine Angst vor euch, aber kommt mir nicht näher, sonst werde ich laut und dann rennt ihr! Am liebsten würde ich sie ein bisschen scheuchen, aber ich bin mal wieder an dieser Leine…
Den Rest des Ausflugs muss ich wohl geschlafen haben, denn als ich wieder richtig wach bin, sind wir alle im Hotelzimmer. Das war aber auch wirklich genug Aufregung für einen Tag. Ich bin schon gespannt, was wir morgen unternehmen.
Na ja, jetzt geht es erstmal wieder los zu neuen Abenteuern. Wir steigen alle ins Auto, wohin es heute wohl geht?
Am Parkplatz höre ich es schon rauschen: was für gewaltige Mengen an Wasser rauschen da neben unserem Weg entlang – da will ich auf gar keinen Fall reinfallen, wo ich doch nasse Pfötchen überhaupt nicht gerne mag! Gut, dass ich mit so einer Leine fest mit meinen Menschen verbunden bin, die werden schon wissen, was sie tun…
Wir laufen und laufen, der Weg ist eigentlich sehr spannend: schmal, gewunden, immer schön im Schatten und überall gibt es Stöckchen und Zapfen zum Tragen für mich. Wenn nur dieses bedrohliche Wasser nicht immer neben uns wäre. An manchen Stellen ist es aber auch ganz lieb, hier dürfen wir Hunde sogar vorsichtig hinein. Es ist herrlich kalt, schmeckt prima und irgendwie weiß ich gar nicht mehr, warum ich ein Problem mit nassen Pfoten hatte.
Zwischendurch muss ich wohl auf dem Arm meiner Menschen eingeschlafen sein, denn nun stehen wir plötzlich vor einer riesigen Maschine, in die wir anscheinend einsteigen wollen. Mir ist mittlerweile alles egal, wird schon schiefgehen. Es geht schon los. Ich habe ein etwas komisches Gefühl im Bauch und dann fliegen wir schon durch die Luft. Wahnsinn, was meine Menschen alles können!
Wir sind nicht lange in diesem Ding, die Menschen nennen es Gondel, dann steigen wir schon wieder aus und ich kann die Welt von oben sehen. Mann, sind wir hoch oben! Ich denke gerade darüber nach, warum wir nicht eigentlich immer so entspannt die Berge hochfahren, da sehe ich etwas sehr erstaunliches: große weiße Tiere, die mich anstarren. Ich starre mal zurück, denn ein Sheltie kennt seinen Job. Ich habe gar keine Angst vor euch, aber kommt mir nicht näher, sonst werde ich laut und dann rennt ihr! Am liebsten würde ich sie ein bisschen scheuchen, aber ich bin mal wieder an dieser Leine…
Den Rest des Ausflugs muss ich wohl geschlafen haben, denn als ich wieder richtig wach bin, sind wir alle im Hotelzimmer. Das war aber auch wirklich genug Aufregung für einen Tag. Ich bin schon gespannt, was wir morgen unternehmen.

Pünktlich zum Herbst wird es wieder spannend bei uns. Am Freitag waren wir mit Kleo beim Trächtigkeitsultraschall und nun ist es raus: Kleo erwartet Welpen von Pino (No Limit from Shamrock River)! Wir haben drei Herzchen munter schlagen sehen und freuen uns darauf, die kleinen Flauschis in tricolour um den 3. Dezember zu begrüßen. Kleo geht es bestens: von Schwangerschaftsübelkeit hat sie noch nichts gehört und hat von Tag eins ihrer Trächtigkeit einen Bärenappetit. Lange Spaziergänge hält sie für unnötige Energieverschwendung und schnüffelt lieber ganz in Ruhe ihr Revier ab. Am liebsten chillt sie zu Hause in einer ruhigen Ecke. Das ist auch völlig in Ordnung, für Agility und co. ist nach der Welpenzeit noch reichlich Gelegenheit. Nach 1,5 Jahren Welpenpause sind wir überglücklich und können es kaum erwarten, die Kleinen zu verwöhnen und bestens auf ein aktives, glückliches Leben vorzubereiten.
Am 13. April ist Kleo morgens unruhiger als sonst. Sie scharrt und buddelt und sucht ganz offensichtlich einen geeigneten Platz, um ihre Welpen zur Welt zu bringen. Am Abend werden die Wehen dann stärker und gegen 19:00 Uhr verliert Kleo Fruchtwasser. Die erste Fruchtblase ist also geplatzt und wir erwarten innerhalb der nächsten halben Stunde den ersten Welpen. Aber nichts tut sich und die Unruhe steigt! Stattdessen verliert Kleo gegen 20:00 Uhr erneut Fruchtwasser. Da unser Tierarzt beim Röntgen nur noch vier statt fünf Welpen gesehen hat, kam das erste Fruchtwasser vermutlich aus der leeren Fruchthülle. Um 20:14 Uhr kommt dann endlich der erste Welpe, Findus, gesund und mit stattlichen 209 Gramm. Ihm folgt eine viertel Stunde später Fiene mit 242 Gramm, ebenfalls gesund und munter. Danach ruht sich die kleine Familie erstmal aus, bis dann um 22.35 Uhr die größte der vier Welpen, Fjella mit 267 Gramm ans Licht der Welt möchte. Mama Kleo muss sich ordentlich anstrengen! Auch die letzte Hündin, Fleur, wird problemlos mit 237 Gramm geboren. Nach kurzer Reinigung des Wurflagers und Schnellwäsche von Kleo darf die junge Familie sich nun ganz in Ruhe kennenlernen und wieder Kraft tanken. Die Welpen finden sofort den Weg zur Milchbar und trinken kräftig. Sie nehmen in den nächsten Tagen ordentlich an Gewicht zu und Mama Kleo kümmert sich vorbildlich. Gespannt warten wir nun darauf, wann es bei Kylie losgeht. Sie flitzt noch genauso flink durch den Garten als wäre sie gar nicht trächtig. Da der Arzt bei ihr nur zwei Welpen gesehen hat, ist ihr Bauch nicht so im Weg. Am 23. April, also genau 10 Tage nach Kleos Geburt, scharrt und hechelt Kylie schon in den frühen Morgenstunden. Gegen 6:30 Uhr ist ihr erster Welpe da, mit stattlichem Gewicht aber leider leblos. Wir vermuten, dass die hübsche Hündin unter der Geburt zu viel Fruchtwasser geschluckt hat. Auch nach einer Stunde intensiver Bemühungen können wir die Kleine nicht ins Leben zurückholen. Wir sind darüber sehr traurig! Kurz darauf setzen die nächsten Wehen ein und nach zweimaligem Pressen ist die kleine Grace geboren. Klein trifft es tatsächlich gut, denn sie wiegt nur 112 Gramm! Sie ist der bislang leichteste Welpe, der bei uns lebend geboren wurde. Ansonsten macht sie aber einen fitten Eindruck und Mama Kylie geht gleich in ihrer Mutterrolle auf. Leider ist der Saugreflex der Kleinen nicht gut ausgebildet und so fällt ihr das Trinken sehr schwer. Am nächsten Tag wiegt sie nur noch 102 Gramm und fühlt sich trotz Wärmelampe und Snuggle Safe kühl an. Auch die Welpenmilch aus dem Fläschchen kann sie nicht aufnehmen. Ich beschließe zum Tierarzt zu fahren. Da organisch soweit alles in Ordnung scheint, entscheiden wir uns für die Ernährung mittels Magensonde. Sie bekommt eine Glukoselösung und nach kurzer Zeit steigt ihre Körpertemperatur. Nun bekommt sie alle zwei Stunden mittels Magensonde Welpenmilch und nimmt endlich zu! Zwei Tage später ist sie stark genug, um die Milch aus der Flasche zu trinken. Richtig gierig ist sie mittlerweile und ich muss höllisch aufpassen, dass sie sich nicht verschluckt. In der Zwischenzeit legen wir immer mal wieder einen Welpen von Kleo zu Kylie, um ihre Milchproduktion aufrecht zu erhalten. Nach einer Woche kann Grace endlich alleine bei ihrer Mama trinken. All dies scheint lange her, wenn man die fünf Welpen zusammen durch den Garten flitzen sieht. Aber tatsächlich hat es sechs Wochen gedauert, bis Grace soweit an Gewicht zugelegt hat, dass sie mit den starken Welpen von Kleo spielen kann, ohne dass wir uns Sorgen machen müssen. Nun genießen wir die letzten Wochen mit den kuscheligen, wilden Rabauken. Wir freuen uns, dass wir wieder einmal so tolle Familien für unsere Welpen gefunden haben und sind sehr gespannt auf ihre weitere Entwicklung!
